Media for Peace #3 Was ist friedensorientierter Journalismus?

Shownotes

In dieser Folge liefert Prof. Dr. Sonja Kretschmar die wissenschaftliche Evidenz für einen friedensorientierten Journalismus und definiert den Statuts Quo. Die deutsche Journalistin Julia Neumann gibt Einblicke über die Berichterstattung von Minderheiten im Libanon und das eurozentristische Weltbild des deutschen Journalismus.

00:40 Das Konstrukt des peace-oriented Journalism wird kritisch betrachtet

02:10 Julia Neumann, Journalistin im Libanon

02:55 Von Weiterstadt nach Beirut

04:54 Medien zeichnen ein stereotypisches Weltbild

06:59 Eine komplexe Welt braucht verschiedene Stimmen

08:13 LBGTQI+ in Beirut

09:25 Deutsche, weiße, hetero Männer sind immernoch die Norm

11:28 Warum ist ein peace-oriented journalism für dich wichtig

12:27 Peace-oriented journalism ist bereichernd und noch nicht im Mainstream angekommen

13:42 Mehr Diskussion in Redaktionen

14:20 Wissenschaft und peace-oriented journalism

14:50 Initialgedanke des Projekts Media for Peace

15:44 Definition friedensfördernder Journalismus

16:53 News Avoidance und Nachrichteneskapismus

18:15 Konflike des Journalismus/ Journalismus ist mehr als Chronistenpflicht

20:30 Studienlage zu friedensförderndem Journalismus

21:08 Die Krisengebiete Libanon und Afghanistan

22:30 Wohin führt Media for Peace?

24:19 Peace oriented journalism wirkt

Studien

  1. McGoldrick, A., & Lynch, J. (2016). Audience responses to peace journalism: Merging results from a four-country research study. Journalism Studies, 17(5), 628-646. a. Experiment, Vergleich von psychologischen Auswirkungen auf exposure von Kriegs- und Friedensjournalismus b. Findings: Friedensjournalismus-Gruppe zeigt mehr Empathie und Steigerung der kognitiven Auseinandersetzung mit Gegenargumenten im Vergleich zu Kriegsjournalismus-Gruppe

  2. Lynch, J., McGoldrick, A., & Heathers, J. (2015). Psychophysiological audience responses to war journalism and peace journalism. Global Media and Communication, 11(3), 201-217. a. Experiment, Fragebogen und Messung von Herzfrequenz, Exposure to TV stories von Kriegs- / Friedensjournalismus b. Findings: PJ positive Auswirkungen auf Herzfrequenz, mehr Hoffnung und Empathie und gesunkene Wut und Stress im Vergleich zu Kriegsjournalismus-Gruppe, von Wut und Stress anstieg

  3. Janković, A., & Čehajić-Clancy, S. (2021). The Power of the Media on Peace and Reconciliation Processes: Representing Former Enemy Groups as Moral versus Immoral Matters. Journal of Pacific Rim Psychology, 15. https://doi.org/10.1177/18344909211002561 a. Evidenz für Journalismus, der Darstellung von feindlichen Gruppierungen beeinflusst und positiv einwirkt

Das ist Media for Peace. Der Podcast auf den Spuren von peace-oriented journalismus. Eine Kooperation mit der Universität der Bundeswehr München und von DTEC.BW – Zentrum für Digitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr. Weitere Informationen auf https://www.media-lab.de/de/media-for-peace

Transkript anzeigen

00:00:00: (Dynamische Musik)

00:00:01: Journalismus der Frieden ermöglicht.

00:00:05: Das ist "Media for Peace", ein Podcast des Media Lab Bayern.

00:00:12: Hallo zusammen, da bin ich wieder.

00:00:14: Mein Name ist Sabrina Harper.

00:00:16: Heute wird besprochen, was friedensfördernder Journalismus ist.

00:00:20: Und natürlich, was das bedeutet.

00:00:22: In der letzten Folge hatten wir bereits auf ein Teilstück davon geschaut,

00:00:26: nämlich den konstruktiven Journalismus.

00:00:28: Da gibt es aber noch mehr.

00:00:29: Und was es da so gibt, das erklärt uns heute Professor Dr. Sonja Kretschmer

00:00:33: im Interview.

00:00:35: Und ganz wichtig, wir untermauern das Ganze auch mit Fakten.

00:00:38: Das ist besonders wichtig für all die Skeptiker da draußen.

00:00:41: Seit ich diesen Podcast mache,

00:00:43: unterhalte ich mich viel über das ganze Konstrukt

00:00:45: des Peace-oriented Journalism, Peace-promoting-Journalism

00:00:48: oder auf friedensfördernden Journalismus.

00:00:50: Was ich tatsächlich ziemlich überraschend finde,

00:00:53: ist, dass ich da total oft das Konstrukt verteidigen muss.

00:00:57: Gerade wenn ich mit Journalisten und Journalistinnen spreche,

00:01:00: da bin ich dann doch immer wieder verblüfft.

00:01:02: Denn müssten nicht gerade wir Journalisten und Journalistinnen

00:01:05: besonders neugierig sein.

00:01:07: Nicht, dass ich dieses Konzept allen aufs Auge drücken will.

00:01:10: Ich argumentiere einfach, um zu schauen, was beim Gegenüber passiert

00:01:14: und merke dann doch,

00:01:16: dass dort in sehr engen Korridoren gedacht wird.

00:01:19: Dann kommen Fragen wie, bringt das wirklich was?

00:01:22: Macht das nicht die Berichterstattung kaputt?

00:01:24: Will das überhaupt jemand lesen?

00:01:26: Letztens sagt er sogar jemand zu mir,

00:01:29: erfände es rührselig,

00:01:30: dass ich noch so optimistisch über den Journalismus sprechen kann.

00:01:34: Also Leute, ich würde nicht sagen, dass ich rührselig bin.

00:01:38: Ich bin vielmehr offen für andere Wege

00:01:40: und lerne bereit, von den Lesern und Leserinnen,

00:01:43: Zuhörerinnen und Zuhörern und Zuschauerinnen und Zuschauerinnen

00:01:46: zu lernen.

00:01:47: Und die ganzen User im digitalen Kosmos,

00:01:50: die muss man ja auch noch mitdenken.

00:01:51: Denn die Frage ist doch,

00:01:53: was brauchen die Leute in konfliktgetriebenen Situationen?

00:01:57: Und ich bin der Meinung, Journalismus kann da doch vieles beitragen.

00:02:01: Es ist aber auch nicht so,

00:02:03: dass ich diese Kritik jetzt als negativ empfinde,

00:02:06: denn wir brauchen ja den Perspektiven Reichtum, um zu wachsen.

00:02:09: Deshalb habe ich mich auch mit Julia Neumann unterhalten.

00:02:12: Sie ist Journalistin, kommt aus Hessen

00:02:14: und lebt seit einiger Zeit in Beirut.

00:02:17: Die Stadt bzw. das ganze Land

00:02:19: ist von einer schweren Finanzkrise betroffen

00:02:22: und auch das große Erdbeben von Anfang Februar

00:02:25: war noch im Libanon zu spüren.

00:02:26: Dort leben ja auch einige Media for Peace Fellows.

00:02:29: Allen geht es gut, ist es keinem, was passiert.

00:02:32: Julia ist eben auch Teil des Media for Peace Projekts

00:02:35: und forscht gemeinsam mit den anderen Fellows an einer Lösung,

00:02:39: um mehr Deeskalationsmöglichkeiten im Journalismus zu schaffen.

00:02:43: Ich habe sie in Beirut besucht

00:02:44: und was sie bewegt, das hat sie mir im Interview erzählt.

00:02:51: Wohn uns doch mal kurz ab,

00:02:53: wie man von Weiterstadt nach Beirut kommt.

00:02:55: Es war einfach ein Prozess.

00:02:58: Ich wusste schon früh, ich bin neugierig.

00:03:00: Ich will wissen, wie Menschen ticken,

00:03:03: ich will verstehen, wie Dinge funktionieren.

00:03:05: Und ich will herausgefordert werden und dabei aber lernen.

00:03:11: Und dann ist natürlich Journalismus ein toller Beruf.

00:03:14: Und deswegen wusste ich, ich will Journalistin werden.

00:03:17: Und habe dann erst mal in Dortmund Journalistik studiert

00:03:20: und war dann fast fertig

00:03:21: und hat mein Voluntariat in Berlin gemacht bei der TATS

00:03:25: und wurde da schon ein bisschen, sagen wir mal, herausgefordert,

00:03:28: was so die eigene Perspektive anbelangt.

00:03:32: Vor allem auch, was es bedeutet, linkspolitisch aktiv zu sein,

00:03:35: aber auch, was es bedeutet, für Ministern zu sein

00:03:38: und eben auch antirassistisch zu denken.

00:03:41: Ich hatte ein Seminar im Antirassismus

00:03:43: und das war so der erste, ich sag mal, Türöffner hin

00:03:47: zum selbstkritischen Denken und zu schauen, wo komme ich denn her?

00:03:52: Wir sind nicht sozialisiert, wir sind nicht aufgewachsen.

00:03:55: Und dann fing das an, dass ich dachte, okay, ich muss irgendwie raus

00:03:59: in die Welt, um mehr zu erfahren und mehr zu lernen.

00:04:02: Und mich selbst auch besser kennen zu lernen

00:04:04: und kennen zu lernen, wie ich so ticke und was da die Einflüsse waren.

00:04:09: Also erst mal so eine Art Selbsterfahrungsprozess,

00:04:11: was ja erst mal sehr egoistisch ist.

00:04:13: Dann habe ich entschieden, in Marokke zu studieren für ein Jahr.

00:04:16: Und das war so der Punkt, in dem mir dann wirklich veraugen geführt wurde,

00:04:20: wie rassistisch Deutschland ist, wie rassistisch unser Bild noch ist,

00:04:24: leider, wie rassistisch auch mein Weltbild war

00:04:26: und wie eurozentristisch das war.

00:04:28: Und das war dann so der springende Punkt, wo ich dachte,

00:04:31: ja, das möchte ich machen, da möchte ich im Journalismus hin,

00:04:34: da würde ich was verändern.

00:04:35: Also auch wirklich kritisches Weiß sein

00:04:37: und antikolonialistische Perspektiven mit in den Journalismus einbringen.

00:04:42: Und gleichzeitig habe ich arabisch angefangen zu lernen

00:04:44: und fand das eine tolle Sprache und wollte das weitermachen.

00:04:47: Und so bin ich in den Libanon gekommen,

00:04:49: weil ich dann im Master Sozialologie und Geschichte

00:04:51: der MENA-Region studiert habe.

00:04:54: Mit einem Umweg über Cairo dann in Beirut gegeben.

00:04:57: Du bist sehr interessiert eben an dieser,

00:05:00: ich nenn es mal, arabisch-afrikanischen Kultur,

00:05:03: wenn ich das richtig verstehe.

00:05:05: Und du hast jetzt eben gesagt,

00:05:07: dass wir in Deutschland da noch sehr rassistisch geprägte Stereotypen haben.

00:05:14: Aber wenn man das jetzt auf die Medien bezieht,

00:05:17: also rassistisch ist jetzt ein hartes Wort.

00:05:19: Magst du noch mal ein bisschen erklären, was du damit meinst?

00:05:22: Ja.

00:05:23: Ich finde das gar nicht so ein hartes Wort.

00:05:25: Ich finde, es trifft es sehr gut.

00:05:26: Also erst mal, ich bin interessiert an arabischen Kulturen,

00:05:29: nicht afrikanischen.

00:05:31: Und ich will sagen Kulturen,

00:05:32: weil es gibt 22 Ländern, in denen arabisch eine anerkannte Sprache ist.

00:05:37: Und die sind ganz verschieden.

00:05:39: Und die Kulturen sind sehr verschieden.

00:05:41: Und die Frage war rassistisch ...

00:05:43: Was du genau meinst, mit rassistischem Medienkont?

00:05:47: Mhm.

00:05:48: Ist es die Berichterstattung darüber?

00:05:50: Ist es die Wortwahl?

00:05:51: Also die Berichterstattung, die ich gesehen habe

00:05:54: und die ich so beobachtet habe, war sehr stereotyp und sehr einseitig.

00:06:00: Also es ging oft darum,

00:06:01: dass die arabischen Frauen unterdrückt seien.

00:06:04: Und zu dem ja auch alle, ob sie nun weiß sind oder nicht weiß sind,

00:06:07: irgendwie eine Meinung haben.

00:06:09: Also ein sehr symbolträchtiges,

00:06:12: heiß diskutiertes Symbol.

00:06:14: Und gleichzeitig, die arabische Männer immer dargestellt werden

00:06:17: als die Machos, die Unterdrücker,

00:06:19: die Despoten, die Autokraten,

00:06:22: also ganz oft in einer machtvollen Position.

00:06:24: Und dass es eben wenig nur außen dazwischen gab.

00:06:27: Also es gab wenig selbstbestimmte arabische Frauen

00:06:30: in den Medien genauso wenig,

00:06:31: wie Arabische LGBTQI+ abgebildet wurden.

00:06:34: Und wenn dann wurden sie als Kämpfer*innen oder Vorreiter*innen

00:06:37: abgebildet als einer oder eine,

00:06:39: die mutigen unter vielen, die sich der Restriktionen bestellen.

00:06:44: Und das hat mich sehr gestört,

00:06:46: dass es da nicht darüber hinausgeht

00:06:48: und dass diese Nuancen sich deutlich werden.

00:06:52: So, jetzt hast du die Möglichkeit,

00:06:54: du lebst selbst mit Längern bei Ruth.

00:06:56: Wie sieht das denn in deiner Realität aus?

00:06:59: In meiner Realität, also ich würde sagen,

00:07:01: in dem Journalismus, den ich mache,

00:07:03: versuche ich natürlich, ein komplexeres Weltbild zu vermitteln.

00:07:07: Auch wenn es schwer ist, weil natürlich wir haben bekranzt Platz

00:07:09: und wir müssen Dinge, die sehr komplex sind,

00:07:12: erklären und einordnen.

00:07:13: Und das immer sehr schnelllebigen Zeit

00:07:16: und natürlich schnelllebigen Medienzeit auch.

00:07:19: Und ich versuche natürlich mit Menschen zu sprechen,

00:07:21: die aus verschiedenen Schichten kommen,

00:07:23: die aus verschiedenen Hintergründen kommen,

00:07:27: die alle was zu sagen haben und die, die keine Opfer sind

00:07:32: und die nicht städtetüb sind,

00:07:33: also die diesen Bildern was dagegenzusetzen haben.

00:07:36: Aber immer mit dem größeren Blick auch zu sagen,

00:07:39: warum muss ich eigentlich LGBTQI+ immer zu queeren Themen befragen?

00:07:44: Warum kann ich nicht auch queere Menschen befragen,

00:07:46: wenn sie draußen sind auf der Straße

00:07:48: und für Rechte protestieren, die für alle Menschen gelten sollten,

00:07:51: wie beispielsweise Meinungsfreiheit oder Antikorruption.

00:07:55: Also da auch zu versuchen,

00:07:57: Menschen nicht immer so in eine Funktion zu drängen.

00:08:00: Und das hat natürlich sehr viel auch mit Selbstkritik

00:08:03: und mit hinterfragen zu tun.

00:08:05: Und ich immer werde ich meinen eigenen Ansprüchen auch gerecht.

00:08:08: Also das gehört auch dazu zu sagen,

00:08:10: ich versuche das in meiner Arbeit und ich immer gelingt das.

00:08:13: Wie empfindest du denn zum Beispiel LBTGQI+ hier vor Ort?

00:08:22: Also wie empfindest du die Menschen?

00:08:24: Hier ist das dann die Stereotypen,

00:08:27: die wir kennen, die unterdrückten Opfer hier bei Ruth?

00:08:33: Also es ist schwierig mit die Frage zu stellen,

00:08:35: weil ich selber nicht queere bin.

00:08:37: Also ich würde an dem alle Menschen sind irgendwo queere

00:08:40: und wir sind nicht komplett männlich oder weiblich,

00:08:42: wir sind so sozialisiert.

00:08:43: Also wir wurden dazu gemacht, wie Simone de Beau gesagt hat.

00:08:46: Und ich will sagen, ich bin ein bisschen queer,

00:08:48: aber ich bin heterosexuell und das will ich vorneweg stellen.

00:08:52: Also ich möchte nicht für die Menschen sprechen,

00:08:54: deswegen finde ich die Frage schwierig.

00:08:57: Aber natürlich so die allgemeine Vorstellung ist,

00:08:59: dass die Menschen ihre Queerness nicht ausleben können.

00:09:03: Und es gibt Self-Spaces, in denen sie das tun können,

00:09:07: aber im Vergleich würde ich sagen,

00:09:09: natürlich ist es sehr, sehr schwierig.

00:09:11: Und es wäre wünschenswert, wenn jeder Mensch auf der ganzen Welt

00:09:13: seine Sexualität oder ihre Sexualität

00:09:16: oder die Sexualität ausleben könnte.

00:09:21: Also ich frage dich das, weil ich gerne wissen möchte,

00:09:25: ob wir in unserer Berichterstattung,

00:09:28: die wir alles konsumieren, egal in welchem Land,

00:09:31: ob wir mehr auf lokale Dinge achten müssten.

00:09:34: Was meinst du mit Kontost?

00:09:36: Ja, ob ein Lokaljournalismus oder ein Lokalkontent zu kurz kommt,

00:09:44: ob der ein wertvolleres Gut ist, ob er uns weiterbringt?

00:09:49: Also ich glaube, das Problem ist eher,

00:09:50: dass eine Selbstbezogenheit herrscht.

00:09:53: Also dass immer gesagt wird, ja, warum ist das für ein deutsches Publikum

00:09:56: denn wichtig?

00:09:58: Und von deutschen Publikum geht man dann immer von deutschen Männern aus.

00:10:01: Deutschen Weißen, Zis-Heteromännern.

00:10:04: Also es ist auch ein sehr enges Narrativ,

00:10:06: was eigentlich Mainstream bei uns in Deutschland ist.

00:10:08: Und der lokale Kontext wäre natürlich wichtig,

00:10:12: um zu verstehen, dass es viele Gemeinsamkeiten gibt.

00:10:14: Also ich würde immer sagen, meine Geschichten,

00:10:16: die ich erzählen möchte und die ich einem deutschen Publikum vermitteln möchte,

00:10:22: also einem deutschen Gewersenkublikum,

00:10:23: sind, hey, wir leben in einer globalisierten Welt

00:10:26: und es gibt Probleme, die für die wir Lösungen brauchen,

00:10:29: drängende Probleme, Klimawandel, zu viel Abfall,

00:10:32: zu viel Plastikmüll in den Meeren, Korruption, Kapitalismus,

00:10:38: Sexist*innen, Rassist*innen und das wollen wir doch gemeinsam angehen.

00:10:44: Und wieso schauen wir nicht in anderen Teilen der Welt,

00:10:46: wo es da schon Initiativen, Erfahrungen und aber auch Lösungen gibt und Ideen?

00:10:50: Also warum müssen wir als Weiße immer selbstbezogen sagen,

00:10:55: ja, wir schauen jetzt exotisierend auf die anderen

00:10:57: und wie schlecht es denen geht?

00:10:58: Warum schauen wir nicht, welche Lösungen,

00:11:00: die eigentlich schon für Probleme haben, die uns auch angehen

00:11:03: und die uns auch betreffen, die vielleicht stärker sind

00:11:06: in ihrer Schlag- und Auswirkungskraft,

00:11:10: aber die trotzdem natürlich global sind und warum lernen wir nicht?

00:11:14: Also ich als Journalistin hier habe ganz viel gelernt

00:11:17: und ich gehe nicht hin und sage, ich bring euch jetzt was bei,

00:11:20: sondern ich bin in einer Position, wo ich konstant von Menschen erfahre

00:11:23: und lernen darf, was auch ein Privileg ist natürlich.

00:11:26: Du nimmst jetzt ja Media for Peace Projektteil,

00:11:30: da geht es um friedensfördernden Journalismus

00:11:32: oder ein "freedom-oriented" Journalism.

00:11:36: Warum ist dir das persönlich wichtig?

00:11:39: Also mir persönlich ist es wichtig,

00:11:41: einen konfliktsensitiven, konstruktiven Journalismus zu machen,

00:11:45: also zu sagen, ich schaue mir nicht nur an der Oberfläche an,

00:11:48: wer sich da jetzt gerade gegenübersteht

00:11:50: oder welcher Politik hat, wie da gerade Ihnen was gesagt hat

00:11:54: und Schlagteilen macht, sondern ich schaue wirklich nah an den Menschen,

00:11:59: was sind denn die darunter liegenden Probleme

00:12:01: und was sind denn die Bedürfnisse, die die Menschen haben

00:12:05: und wieso sind diese Bedürfnisse nicht erfüllt?

00:12:08: Und im nächsten Schritt dann, wie können denn diese Bedürfnisse erfüllt werden?

00:12:11: Was wäre ein kleiner gemeinsamer Nenner?

00:12:13: Was müsste passieren, um beispielsweise aus einer Wirtschaftskrise zu kommen?

00:12:17: Was müsste passieren, um den Armen wirklich zu helfen?

00:12:21: Was müsste passieren, damit wir den Klimawandel

00:12:24: oder die Klimakrise noch eindämmen können und so weiter?

00:12:27: Wie viel Handlungsbedarf sie ist auf dem Weg zu einem peace-oriented Journalismus?

00:12:32: Sehr viel.

00:12:33: dieser Ansatz total gegen das steht, wie Medien im Moment gemacht werden.

00:12:39: Also im Moment werden Medien so gemacht, dass es natürlich Aufmerksamkeit

00:12:43: heischend ist, dass Leute klicken sollen, dass Leute dranbleiben sollen.

00:12:47: Negative Gefühle werden geweckt und im Endeffekt lässt man das Publikum

00:12:51: mit so einer Hoffnungslosigkeit zurück.

00:12:53: Also selbst ich, die in den Medien arbeite, bin manchmal so, dass ich sage,

00:12:58: ich möchte die Nachrichten schauen. Ich möchte mir das nicht antun,

00:13:01: weil ich weiß, dass es meiner psychischen Gesundheit sehr schadet.

00:13:04: Und dieser Ansatz geht eben diesen schweren Weg zu sagen, hey,

00:13:09: wir schauen jetzt wirklich mal tiefgründiger, wir nehmen uns Zeit,

00:13:12: wir analysieren das und wir schauen wirklich, was doch eigentlich darunter liegt.

00:13:16: Und ja, so dick, deeper.

00:13:18: Wir graben jetzt mal tiefer und das kostet Zeit und Energie,

00:13:22: aber es ist auch sehr bereichernd und diese Zeit und Energie wird aber nicht bezahlt.

00:13:25: Und damit steht eben dieser Ansatz gegen all das, wie es gerade im Journalismus

00:13:30: funktioniert. Es geht um Schnelligkeit, es geht um Geld.

00:13:33: Es geht darum, die Leute, sagen wir mal, so mit niederem Trieben,

00:13:37: mit Sensationsgier an der Stange zu halten.

00:13:40: Was ist dein Wunsch für die Zukunft?

00:13:43: Dass mehr Journalisten in den Umdenken und sich trauen, auch mit ihren Redakteuren,

00:13:48: ich würde sagen, zu reden und zu diskutieren und für diesen Ansatz

00:13:52: einzustehen und das einfach mal ausprobieren.

00:13:54: Und natürlich aber auch argumentieren, dass dieser Ansatz sehr wichtig ist,

00:13:58: sehr professionell ist. Also es ist nicht nur alles Litzer und Limmer und irgendwie

00:14:02: jetzt Heiterkeits-Positiv-Journalismus, sondern es ist wirklich ein sehr professioneller

00:14:07: Journalismus. Und da würde ich mir menschen, dass das mehr mit den Häusern ankommt.

00:14:11: Vielen Dank, Julia.

00:14:13: Bitte.

00:14:14: Das ist ein interessanter Blickwinkel und ich glaube, Julia hat da einige Punkte

00:14:18: genau identifiziert und adressiert.

00:14:20: Wie ein deeskalierender Ansatz im Journalismus Wirkung zeigt, wird bereits erforscht.

00:14:26: Es gibt einiges an Literatur, findest du auch in den Show notes und den Rest erklärt uns

00:14:30: jetzt Professor Dr. Sonja Kretschmer.

00:14:32: Media for Peace. Ganz nah dran.

00:14:36: Hallo Sonja, ich freue mich, dass du Zeit für uns findest.

00:14:40: Du bist ja Projektleiterin bei Media for Peace von Seiten der Universität

00:14:45: der Bundeswehr München und betreust das Projekt schon seit einiger Zeit.

00:14:49: Was war denn damals der Initialgedanke, als das Projekt gestartet ist?

00:14:54: Tatsächlich stand am Anfang eine persönliche Begegnung.

00:14:57: Ich habe mit einem Obers gesprochen über die Kommunikation der Bundeswehr in

00:15:01: Afghanistan. Er hat mir dann davon erzählt, was in dem Regional Media Information

00:15:05: Center so gemacht wird.

00:15:07: Und ich habe gefragt, ob die Kommunikation dann auch in Richtung auf eine

00:15:11: Friedensförderung ausgerichtet sei.

00:15:13: Er meinte, nein, das haben sie eigentlich gar nicht so auf dem Schirm.

00:15:17: Und dann hat mich dieses Thema nachher eigentlich gar nicht mehr losgelassen.

00:15:21: Und ich habe weiter darüber nachgedacht, warum gibt es eigentlich so wenig

00:15:25: Kommunikation in Kriegs- und Konfliktregionen, die als Ziel auf Friedensförderung haben?

00:15:30: Und dann natürlich habe ich auch über die nächste Frage nachgedacht.

00:15:34: Wie könnte das denn überhaupt aussehen, so eine optimale Kommunikation, die Frieden fördert?

00:15:39: Und da arbeiten wir jetzt ja so ein bisschen dran, bevor wir dabei einsteigen.

00:15:44: Wir sprechen immer von Friedensfördernden Journalismus.

00:15:47: Mich würde jetzt interessieren, was bedeutet denn das für dich?

00:15:51: Tatsächlich ist der Begriff des Peace Journalismus, also des Friedensjournalismus

00:15:54: schon ein Begriff, den es seit den 60er Jahren gibt.

00:15:57: Laut Definition ist es eine besondere Form des sozialverantwortlichen Journalismus,

00:16:02: der eben dazu beiträgt, dass Konflikte friedlich gelöst werden können.

00:16:06: Es gibt dann auch eine Erweiterung des Konzeptes, zum Beispiel Konfliktsensitiven

00:16:10: Journalismus. Das wird auch oft anonym verwandt.

00:16:12: Und der betont dann nicht so stark diese anwaltschaftliche Zielsetzung.

00:16:17: Und ein Überbegriff ist dann zum Beispiel auch konstruktiver Journalismus,

00:16:20: der generell nach Lösungen sucht, also nicht nur auf Konflikte fixiert ist.

00:16:24: Wir haben in unserem Porsche-Team jetzt die Begriffe weitergedacht und

00:16:29: Friedensorientierter Journalismus ist sowohl konfliktsensitiv,

00:16:34: betont natürlich auch den Bedarf nach Frieden und Nachhaltigkeit.

00:16:37: Gibt Menschen eine Stimme die Überlösung nachdenken und speziell in unserem Projekt

00:16:42: haben wir natürlich auch neue Entrichtungen wie die Digitalisierung auf dem Schirm

00:16:47: und schauen, was in dieser Kombination von diesen beiden Begriffen erreicht werden kann.

00:16:52: Jetzt haben wir die Definition und den Initialgedanken dahinter gehabt.

00:16:56: Wenn wir jetzt noch mal konkret werden, welche Rolle spielt denn ein Journalismus,

00:17:02: der friedensfördernd wirken soll?

00:17:03: Wir schauen uns das ja zum Beispiel im aktuellen Projekt in Afghanistan und im

00:17:07: Libanon genauer an. Also zum einen kriegt er natürlich erst mal zur

00:17:11: Meinungsbildung bei und natürlich hat er da auch beim gesellschaftlichen Einfluss

00:17:17: der ein Ziel des friedlichen Zusammenzleben hat, auch eine aktive Rolle.

00:17:21: Im Moment haben wir natürlich generell das Problem, dass wir Situationen wie

00:17:25: Politikverdrossenheit oder News-Awardens die Übersättigung mit schlechten Nachrichten haben.

00:17:30: Das heißt, wir sehen einen Nachden-Eskapismus, der sich zum

00:17:34: Beispiel gerade auf daran zeigt, dass viele jüngere Leute nach

00:17:37: dem vermeiden oder auch weniger konsumieren.

00:17:39: Da kann ein Konzept wie unseres natürlich auch entgegenwirken,

00:17:42: denn es ist ja ein Journalismus, der nach Lösungen sucht, der Bedingungen

00:17:46: für Frieden skizziert.

00:17:47: Und das kann natürlich auch eine andere Form der Mediennutzung auch nach sich ziehen.

00:17:54: Ich bin natürlich weniger niedergeschlagen, wenn ich denke, hey,

00:17:56: da gibt es ja einen tollen Ansatz.

00:17:58: Da gibt es schon Leute, die Richtung Frieden denken, die sich mit

00:18:01: Lösungen auseinandersetzen und sich dafür auch einsetzen.

00:18:04: Das ist dann natürlich auch etwas, was ein nach diesem Konsumvornen Journalismus

00:18:10: und Nachrichten möglicherweise eher hoffnungsvoller in die Zukunft sehen lässt.

00:18:14: Jetzt gibt es einen großen Kritikpunkt.

00:18:16: Ich glaube, den hörst du jetzt auch nicht zum ersten Mal.

00:18:18: Journalismus soll ja neutral sein und soll Informationen bereitstellen.

00:18:23: Wenn wir jetzt darüber nachdenken, dass Friedensfördernd oder Friedensorientiert

00:18:28: bereitzustellen, dann werden wir ja in der Redaktion quasi schon überlegen,

00:18:33: welchen Fakt geben wir preis?

00:18:35: Welchen nicht ist es da nicht ein Zielkonflikt im Journalismus, wenn wir

00:18:39: Friedensorientiert arbeiten?

00:18:41: Natürlich muss man Journalismus gegenüber politischem Aktivismus abgrenzen.

00:18:45: Das ist ganz klar. Journalisten dürfen sich nicht aktiv in Konflikte einmischen.

00:18:49: Das ist auch nicht ihre Aufgabe.

00:18:50: Sie sind auch keine Sozialarbeiter, ganz klar.

00:18:52: Aber natürlich hat Journalismus auch eine andere Aufgabe als eine reine

00:18:56: Chronistenpflicht von Ereignissen, dass beispielsweise auch jede Lokalredaktion

00:19:01: in Deutschland war.

00:19:02: Also zum Beispiel die Aufgabe Konfliktpartner zum Beispiel an ein Tisch zu bringen

00:19:06: und über lokale politische Themen zu diskutieren, gemeinsam nach Lösungen

00:19:09: zu suchen. Redaktionstische ist eine ganz alte Meine Form von Journalismus,

00:19:13: sowohl auf lokaler als auch auf bundesweiter Ebene.

00:19:16: Und hier entsteckt auch kein Zielkonflikt.

00:19:18: Das ist ja gerade die Aufgabe von Journalismus, nicht nur eine Ereignis

00:19:22: zu dokumentieren und zu sagen fünf Tote, drei Verletzte, sondern auch

00:19:26: zur politischen Meinungs- und Wählungsbildung von Menschen beizutragen,

00:19:29: auch in einer aktiven Rolle.

00:19:30: Also wenn ich dich richtig verstehe, geht es eben darum, die Aufgabe des

00:19:34: Journalismus weiterzudenken und nicht an einer vorherigen Stelle etwas wegzulassen.

00:19:40: Ja, ich würde sagen Journalismus in seiner ganzen Bandbreite, die ja besitzt,

00:19:45: auch mit Inhalten zu füllen.

00:19:47: Also zum einen natürlich zu dokumentieren, was ist passiert, aber natürlich

00:19:51: darüber hinaus auch wie gesagt zur Meinungs- und Wählungsbildung, die gerade

00:19:55: in Konstikten und Frieden ja von sehr zentraler Bedeutung ist beizutragen.

00:19:59: Sonja, du kommst ja aus der wissenschaftlichen Ecke, beschäftigst dich viel

00:20:04: auch mit Evidenz.

00:20:05: Wie steht es denn um die Evidenz bei friedensfördernden Journalismus?

00:20:08: Hast du uns da konkrete Studien oder ein Beispiel?

00:20:12: Ja, es gibt eine Reihe von Studien von MacGaldrick und Lynch und Co-Autor oder

00:20:18: von Young Witch und C.

00:20:19: H. Jitz Clancy noch neuere.

00:20:22: Da geht es letztendlich darum, die Arbeiten zum Beispiel mit Experimenten,

00:20:26: mit Vergleichen vom psychologischen Auswirkungen, wenn Nutzer beispielsweise

00:20:30: eher Kriegs- oder Frieden-Journalismus nutzen.

00:20:33: Die Gruppe, die zum Beispiel Frieden-Journalismus eher genutzt hat, zeigt

00:20:37: mehr Empathie und eine Steigerung von kognitive Auseinandersetzung mit

00:20:40: Gegenargenmomenten zum Beispiel.

00:20:42: Dann kann man natürlich auch als Auswirkungen mehr Hoffnung, mehr Empathie

00:20:47: und auch gesunkenen Wut oder Stress vergleich zu sehr eskalierender Journalismus

00:20:52: messen.

00:20:53: Oder es ist letztendlich auch die Darstellung von feindlichen Gruppierungen,

00:20:58: die beeinflusst werden kann und wo letztendlich eine positive

00:21:02: Konfliktlösung auch auf die Nutzung Auswirkungen zeigt.

00:21:06: Wir konzentrieren uns bei Media for Peace auf die Länder Libanon und auf Afghanistan.

00:21:11: Warum ausgerechnet diese Region?

00:21:14: Uns ging es darum, zwei ganz unterschiedliche Regionen im Projekt zu untersuchen,

00:21:17: die an ganz unterschiedlichen Enten einer Skala liegen.

00:21:21: Also zum Beispiel Afghanistan, ein Land mit sehr gewalttätiger Geschichte,

00:21:26: was seit vielen, vielen Jahren nicht zur Ruhe kommt und was letztendlich in einer

00:21:30: Dauerkriegssituation gefangen ist.

00:21:33: Und auf der anderen Seite der Libanon mit einem Bürgerkrieg, der abgeschlossen ist,

00:21:40: aber auch in einer klassischen Situation für Post-Konflikt-Countries.

00:21:44: Das heißt, obwohl eine Friedensregelung da ist, ein Friedensvertrag geschlossen wurde,

00:21:50: gibt es immer noch Konflikte, die immer wieder aufbrechen, die gewalttätig werden.

00:21:55: Und das ist ganz oft so in Post-Konflikt-Countries,

00:21:58: dass obwohl es eine friedliche Lösung erreicht wurde,

00:22:02: trotzdem ein Scheitern da ist, dass es nicht gelingt, in einen friedlichen Alltag zu kommen.

00:22:06: Und wir wollten diese beiden Länder untersuchen, um zu schauen, was kann in so ganz

00:22:10: unterschiedlichen Situationen eigentlich dieser Ansatz vor

00:22:13: friedensorientiertem Journalismus leisten und speziell noch mal unter den neuen

00:22:17: Möglichkeiten, die Digitalisierung heute bietet.

00:22:20: Die Fellows Family of Four Peas Projekt, die arbeiten jetzt eben bei uns im Media Lab

00:22:25: an einer möglichen Lösung, wie das bei innovativen Produkten ist.

00:22:30: Es ist noch nicht ganz klar, was am Ende rauskommt.

00:22:32: Es geht Richtung Dialog for Molding Formats.

00:22:35: So viel können wir, glaube ich, schon mal sagen.

00:22:37: Du hast jetzt diese ganze wissenschaftliche Geschichte hinter dir und eben den Praxisbezug,

00:22:43: der gerade im Media Lab läuft, wenn du jetzt ans Ende der Timeline springen könntest.

00:22:48: Was erhoffst du dir als Leiterin des Projekts?

00:22:52: Was soll da am Ende stehen?

00:22:53: Ich denke, das ganz besonder an diesem Projekt ist, dass es nicht nur eine

00:22:57: wissenschaftliche Zielsetzung hat, sondern dass wir eine Kombination von

00:23:01: Wissenschaft und Praxis haben und deshalb auch das Ergebnis zweiseitig sein wird.

00:23:07: Also zum einen natürlich Forschungsergebnisse.

00:23:09: Wir haben uns Forschungsfragen gestellt und natürlich gefragt, wie kann Journalismus

00:23:14: in zweiter Antarbeitung der neue Möglichkeit der Digitalisierung nutzt?

00:23:18: Das ist natürlich der eine Bereich, aber ganz oft ist ein Kritikpunkt, ja,

00:23:22: an Journalismus Praxisfern ist.

00:23:24: Und das Spannende an diesem Projekt ist, dass genau das unser Ziel ist,

00:23:29: letztendlich die Forschung in die Praxis mit reinzunehmen und auch unser praktisches

00:23:32: Produkt, was wir erstellen, wissenschaftlich zu evaluieren.

00:23:35: Das heißt, am Ende steht auch ein Prototyp eines journalistischen Produkts.

00:23:41: Und im Idealfall können wir das durch eine wissenschaftliche Begleitung und

00:23:45: bewertung dann auch so optimieren, dass wir am Schluss eine Blaupause für

00:23:49: Friedensförderung und Journalismus haben in Kriegs- und Konfliktregionen.

00:23:53: Wenn ich mir weiter Dinge wünschen darf, dann würde sich daraus ein Startup

00:23:57: gründen, das Thema weiter verfolgen.

00:23:59: Und wir könnten global Impulse für Kriegs- und Konfliktregionen geben, die

00:24:05: Friedensförderung eingesetzt werden können.

00:24:07: Vielen Dank, Sonja, dass du uns da ein bisschen hast teilhaben lassen

00:24:11: und für deine Zeit hier für dieses Interview.

00:24:13: Denn ich weiß, du bist immer viel, viel unterwegs.

00:24:15: Sehr gerne. Friedensförderung im Journalismus kann also vielfältig aussehen

00:24:21: und erwirkt. Das haben wir jetzt mitgenommen.

00:24:24: In der kommenden Folge spreche ich mit Ali aus Afghanistan und Masjah aus

00:24:29: Berlin über Dialog fördernde Formate, um damit Barrieren abzubauen.

00:24:33: Wir hören uns wieder in zwei Wochen.

00:24:35: Mein Name ist Sabrina Harper und bis dahin bleibt neugierig und lernbereit.

00:24:40: Media for Peace, der Podcast für friedensorientierten Journalismus.

00:24:47: Eine Produktion des Media Lab Bayern.

00:24:51: Media for Peace ist eine Kooperation mit dem DTEC BW, Zentrum für Digitalisierungs

00:24:56: und Technologieforschung der Bundeswehr und der Universität der Bundeswehr München.

00:25:03: [MUSIK]

00:25:05: Kann man sie auch nicht ver soybean, oder was?

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